Philosophie

Konzert- und Opernhäuser werden durch den weltweiten Wandel in den Medien vor neue Aufgaben gestellt. Wir beobachten, dass sich einerseits die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten immer weiter aus der Kulturvermittlung zurückziehen. Als Folge wird künstlerisches Schaffen nur noch bruchstückhaft oder anlässlich von „Events“ dokumentiert. Andererseits erwartet das Publikum, vor allem das jüngere, schon fast selbstverständlich die audio-visuelle Präsenz in den digitalen und sozialen Medien. Neue Formate wie Liveübertragungen in Kinos, auf öffentliche Plätze oder im Internet ziehen ein vielschichtiges Publikum an. Und für deren reibungslose Umsetzung sind neue Kompetenzen notwendig.

Während viele Häuser bereits Abteilungen für die Arbeit in den sozialen Medien geschaffen haben, fehlt es noch an den notwendigen Kompetenzen für die Produktion und Verbreitung von Livestreams. Wenn bereits Erfahrungen mit Liveübertragungen bestehen, sind diese häufig problematisch. Oft wird die Arbeit von Übertragungsteams als komplex, personalintensiv und teuer wahrgenommen. Viele Abläufe greifen tief in die künstlerische und organisatorische Arbeit im Haus ein und stören Mitwirkende ebenso wie das Publikum. 

Trotzdem schaffen es weltweit schon einige wenige Häuser und Orchester wie z.B. die Berliner Philharmoniker, die Wiener Staatsoper oder die Kölner Philharmonie mit großem Erfolg, in Eigenverantwortung regelmäßig Livestreams zu produzieren. 

Unsere Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit diesen Häusern bündeln wir in unserem Beratungsangebot. Ziel ist es, in Konzert- und Opernhäusern Strukturen und Kompetenzen aufzubauen, um die Produktion in die eigenen Hände zu nehmen. Wir helfen, den organisatorischen und technischen Aufwand auf das Wesentliche zu reduzieren. Für die praktische Umsetzung vermitteln wir wahlweise erfahrende Spezialistinnen und Spezialisten mit höchster inhaltlicher Kompetenz oder bieten eine entsprechende Qualifizierung von Mitarbeitenden im Haus an.

Darin sehen wir folgende Vorteile:

       Die Inhalte auf der Bühne werden in angemessener Form durch Livestreams auf höchstem Niveau weltweit erlebbar.

       Die Gestaltungs- und Entscheidungshoheit, aber auch alle Verwertungsrechte bleiben bei den Personen, die auch alle anderen künstlerischen Entscheidungen treffen und ihr Publikum am besten kennen.

       Durch die Einbindung der Livestream-Produktion in die Häuser können zahlreiche positive Wechselwirkungen mit bereits vorhandenen Abteilungen erzielt werden.

       Konzert- und Opernhäuser erlangen künstlerische und wirtschaftliche Autonomie bei Medienproduktionen.

Wir haben die Entstehung und den Betrieb der führenden Streamingplattformen (digitalconcerthall.com / staatsoperlive.com / philharmonie.tv) nicht nur in den vergangenen 10 Jahren mitgestaltet, sondern dort von Anfang an regelmäßig in allen Entstehungsphasen Produktionen als Regisseur und Lichtsetzender Kameramann durchgeführt. Dabei greifen wir zurück auf unsere gestalterischen, technischen und organisatorischen Erfahrungen im Broadcastbereich. Allerdings haben wir uns inzwischen ein weiterentwickeltes Instrumentarium erarbeitet, das für die Umsetzung von Übertragungen aus Konzert- und Opernsälen wesentlich geeigneter ist als traditionelle Broadcast-Technik. Hochspezialisierte, leichte Remote-Technik mit nahezu unsichtbaren, ferngesteuerten Kameras, die auch in denkmalgeschützter Architektur eingesetzt werden können, gewährleistet hochwertige Übertragungen, die von Publikum im Saal und den Künstlerinnen und Künstlern unbemerkt bleiben. Bedient wird diese Technik von einem kleinen Team (5-10 Personen), das wir für diese Aufgabenstellung ausgebildet haben und das ein hohes Verständnis für die Personen und Abläufe auf und hinter der Bühne mitbringt. Die enge und regelmäßige Zusammenarbeit und der wertschätzende und kompetente Umgang mit allen Abteilungen innerhalb der Häuser hat sich als entscheidender Vorteil für die regelmäßige Umsetzung von Livestreams erwiesen.